Im folgenden sind einige Fachpublikationen zusammengestellt. Sie dokumentieren die empirische Überrüfung der praktischen Anwendung von BRAIN-GYM und anderen EK-Techniken unter experimentellen Bedingungen. Jeder Quellenangabe folgt eine kurze Zusammenfassung der wesentlichen Aussagen des jeweiligen Forschungsberichtes.
Khalsa, G.K.; Sifft, J.M.: The effects of Educational Kinesiology upon the static balance of learning-disabled boys and girls, ERIC Document Reproduction Service No. ED 289 835.
Dies ist die schriftliche Fassung eines Vortrags beim Kongreß der American Alliance for Health, Physical Education, Recreation and Dance (1987). Sie enthält detaillierte Angaben über die oben genannte Studie, insbesondere zu einigen BRAIN-GYM-Übungen und zur Dennison-Lateralitätsbahnung. Die Publikation ist erhältlich beim Educational Resources Information Center (ERIC) oder kann auf Mikrofiche eingesehen werden.
Die Untersuchung selbst wurde mit 60 Grundschülern durchgeführt, die als lernbehindert galten. Sie wurden in drei Gruppen aufgeteilt, mit jeweils gleichem Anteil von Mädchen und Jungen: Gruppe 1 machte BRAIN-GYM-Übungen; Gruppe 2 machte zusätzlich die Lateralitätsbahnung; Gruppe 3 war Kontrollgruppe und praktizierte keine EK-Techniken. Ergebnis: Gruppe 1 zeigte größere Fortschritte in Hinsicht auf das statische Gleichgewicht als Gruppe 2, die ihrerseits besser abschnitt als Gruppe 3. Außerdem zeigte sich, dass EK-Techniken in koedukativen Gruppen wirkungsvoll eingesetzt werden können.
Siewers, Hilde: Meßbare Erfolge durch kinesiologische Übungen, in: praxis-ergotherapie, Jg. 7 (2), April 1994, S. 91-93.
Hier berichtet eine deutsche Sonderschullehrerin anhand zweier Fallbeispiele, wie sie die Wirkung von BRAIN-GYM Übungen empirisch nachweisen konnte: die “Ordnungsschwelle” (das ist die -meßbare- Taktfrequenz des Gehirns) der beiden Schüler war nach den Übungen auf normale Werte angestiegen; außerdem ließen sich erfreuliche Auswirkungen auf die gesamte Persönlichkeit, vor allem auf das Lernverhalten der Kinder dokumentieren. (Zitiert nach; Fred Warnke, Der Takt des Gehirns. Wie Sie Informationen schneller verarbeiten, Freiburg: VAK, 1995).
Sifft, J.M.; Khalsa, G.K.: Effect of Educational Kinesiology on hearing, Vortrag bei der Regional-Konferenz der California Association for Health, Physical Education, Recreation and Dance (Dez. 1990).
Diese Untersuchung wurde mit sechzehn Grundschullehrern durchgeführt, die sich selbst als Kontrollgruppe dienten. Erste Phase: Beliebige Bewegungen im oder durch den Raum, für 10 Minuten. Zweite Phase: Praktizieren von fünf BRAIN-GYM-Übungen. Jeder Lehrer wurde vor und nach jeder Bewegungsphase mit einem Audiometer getestet. Ergebnis: Nach den BRAIN-GYM-Übungen hörten die Lehrer besser als nach den zufälligen Bewegungen.
Sifft, J.M.Khalsa, G.K.: Effect of Educational Kinesiology uon simple response times and choice response times, in: Perceptual and Motor Skills, Nr. 73 (1991), S. 1011-1015.
Ein kurzer Zeitschriftenbeitrag über die zweite empirische Studie zur Anwendung von EK-Techniken. Die Untersuchung wurde mit Universitätsstudenten durchgeführt. Die Fragestellung lautete, ob BRAIN-GYM-Übungen und Lateralitätsbahnung die visuelle Reaktionszeit beeinflussen. Ergebnis: Die beiden Gruppen, die EK-Techniken praktiziert hatten, waren schneller als die Kontrollgruppe; und diejenige von beiden, die zusätzlich die Lateralitätsbahnung gemacht hatte, verbesserte sich sogar doppelt so stark wie die Gruppe, die “nur” BRAIN-GYM-Übungen praktiziert hatte.
Sifft, J.M.K Khalsa, G.K.; Effect of Educational Kinesiology on response times of learning-disabled students, unveröffentlichtes Manuskript.
Diese Untersuchung wurde mit 52 Sonderschülern durchgeführt. Die BRAIN-GYM-Übungen absolvierte eine Folge von Übungen, während die Kontrollgruppe sich sieben Minuten lang in beliebiger Form bewegte. Alle Kinder wurden vor und nach Bewegungsphasen auf ihre Reaktionsgeschwindigkeit getestet. Ergebnis: In der BRAIN-GYM-Gruppe verbesserte sich die Reaktionsgeschwindigkeit, in der Kontrollgruppe nicht.
Spalding, Joan, M.S.: Effects of Edu-K on computer-related eye-and-muscle strain of edults, unveröffentlichte Examensarbeit an der Mancato State University, 1990.
Diese Pilotsutdie galt der Frage, ob BRAIN-GYM und VISION-GYM-Übungen Auswirkungen auf die Belastung von Augen und Muskeln oder auf andere körperliche Symptome haben, die durch Arbeiten am Bildschirm verursacht werden. Zehn Testpersonen zwischen 29 und 50 Jahren, die vier und mehr Stunden täglich am Computer arbeiteten, wurden sechs Wochen lang beobachtet. Sie unterbrachen in dieser Zeit ihre Computerarbeit stündlich und machten dann jeweils fünf Minuten lang BRAIN-GYM-Übungen. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass solche Übungspausen dazu beitrugen, die Augen-und Muskelbelastung zu verringern.
Aus: Dennison/Dennison/Teplitz: BRAIN-GYM fürs Büro. (VAK).